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Mittwoch, 17. Oktober 2018
Im Test: Suntory Hibiki Harmony Master's Select
Suntory Hibiki Harmony Master's Select
Herkunft: Japan
Alter: Keine Angabe
Alkoholvolumen: 43%
Eigentümer: Suntory
Gattung: Blended Whisky
Preis: Circa 70-80 Euro bei 0,7 Liter
Geschmack: Kandierte Früchte, Sherrynoten, Orange, Eiche, Feiner Rauch
Den Suntory Hibiki gibt es in verschiedensten Abfüllungen. Mit einem Alter versehen zahlt man hier locker Beträge im dreistelligen Bereich. Durch die derzeit schwere Verfügbarkeit schießen hier die Preise natürlich utopisch in die Höhe. Der erschwinglichste Vertreter wäre hier der sehr leckere Suntory Hibiki - Japanese Harmony, den man auch im Einzelhandel oftmals für 60-65 Euro antrifft. Wohlgemerkt, hier gibt der Hersteller keine Altersangabe an.
Der Hibiki Master's Select hingegen, ebenfalls ohne Altersangabe, dürfte weitaus schwieriger zu bekommen sein. Zwar wurde diese Abfüllung als limitiert und exklusiv für den Travel Retail Markt (Duty Free Shops) entworfen, es scheint jedoch immer mal wieder eine Abfüllung aufzutauchen. Auch außerhalb der besagten Duty Free Shops können einige Fachhändler ab und an mal ein paar Flaschen ergattern. Von der Herstellung, aber auch geschmacklich ist der Master's Select ein eindeutiges Upgrade zum Hibiki Harmony ohne Altersangabe. Der große Unterschied hier ist eine zusätzlich dreimonatige Reifung in Sherry-Fässern der Brennerei Yamazaki. Wie für diesen Blend bekannt befinden sich hier ausgewählte Malts aus den Suntory-Brennereien Yamazaki, Hakushu und Chita.
Was Suntory hier präsentiert ist ein großartiger Blend, der nur knapp an der Höchstwertung vorbeischlittert. Auch ohne Altersangabe beweist dieser Hibiki einmal mehr, was in ihm steckt. Bereits beim riechen des edlen Korkens (wie beim Hibiki üblich erinnert die Flasche an ein Parfüm-Flakon) machen sich herrliche Gerüche breit. Es ist beinahe wirklich so, als nehme man die Düfte eines edlen Parfüms auf. Natürlich haben wir es hier immer noch mit einem Whisky zu tun, der kein bisschen parfümiert ist, um sein Aroma künstlich zu erweitern. Der Master's Select ist vom Geschmack her ein Schotte mit einem typisch japanischen Touch. Da der Master-Blender in Japans Destillen einen ungemein hohen Status besitzt, ist es am Ende auch die Kunst des Blendings, die diesem Whisky seinen einzigartigen Touch verleiht.
Erst, nachdem der Whisky schon eine weile geöffnet ist, macht sich ein feines, rauchiges Aroma breit. Dieses ist sehr elegant in dem Blend eingebettet und gibt dem Master's Select noch einmal einen zusätzlichen Kick. Im Mund breitet sich ein unglaublich weicher Körper aus, der Geschmack von kandierten Früchten, saftigen Orangen und Eiche dominiert. Das Aroma der Sherry-Fässer ist, unerwartet, nicht dominant und macht sich eher bei dem trockenen Finish bemerkbar. Der Abgang ist langanhaltend und wärmt. Obwohl der Whisky nur 43% Alkoholvolumen aufweist, fehlt es ihm nicht am nötigen Punch. Dieser Punch ist hier aber wesentlich ausgeglichener als beim Hibiki Harmony, den ich dafür ein wenig kritisiert und zusätzlich ein Stück Eis für den Genuss empfohlen habe. Beim Master's Select ist dies nicht nötig, man kann ihn wunderbar pur genießen.
Der Hibiki Master's Select gewinnt noch einmal an geschmacklichen Nuancen, wenn er eine weile geöffnet ist. Auch hier ist der ungemein hohe Preispunkt wohl ein Grund zur Debatte, aber wenn man ihn einmal probiert, wird man den gezahlten Preis nicht bereuen. Hinzukommt, diese Abfüllung ist durchaus seltener und schwerer zu bekommen als der normale Hibiki Harmony. Somit eignet sich der Master's Select von Suntory auch ausgezeichnet als schönes Geschenk.
Wertung: 67 von 75 Punkte
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Kategorien
1-15 Punkte: Industrie-Fusel
16-28 Punkte: Keine Empfehlung
29-39 Punkte: Trinkbar
40-49 Punkte: Solide
50-60 Punkte: Klare Empfehlung
61-68 Punkte: Premium Whisky
69-75 Punkte: Weltklasse
Freitag, 31. August 2018
Im Test: Suntory Toki
Suntory Toki
Herkunft: Japan
Alter: Keine Angabe
Alkoholvolumen: 43%
Eigentümer: Suntory
Gattung: Blended Whisky
Preis: Circa 30 Euro
Geschmack: Reife Früchte, Erdig, Eiche, Honig, Milder Abgang
Die Popularität japanischer Whiskys im Westen ist Suntory nicht entgangen. Besonders den hohen Preisen will man mit dem Suntory Toki entgegenkommen. Mit einem festen Preis von ungefähr 30 Euro will Suntory hier ein ausgewogenes Premium-Produkt anbieten (Preise können selbstverständlich variieren, in den USA wird er ein wenig teurer sein). Denn so bezeichnet der Hersteller sein Produkt auch, nicht als Luxus-Produkt, sondern als Premium-Produkt. Eine Altersangabe darf man hier also nicht erwarten und Suntory erzählt hier auch keine Märchen oder will hieraus den besten blended Whisky aller Zeiten machen. Ist der Toki (das japanische Wort für Zeit) in einigen Ländern schon seit 2016 erhältlich, fand das deutsche Debüt erst gegen ende Juni 2018 statt. Laut Angaben von Suntory ist dieser Whisky nicht in Japan erhältlich.
Dient in Japan Suntorys günstiger Whisky Kakubin als Hauptzutat für den japanischen Highball (der hauptsächlich aus Whisky, Eis und Mineralwasser besteht), empfiehlt der Hersteller aber auch den Toki als exzellenten Begleiter für den Drink. Ich habe mir den Toki jedoch pur vorgenommen, um den tatsächlichen Geschmack bewerten zu können. Und der ist eine angenehme Überraschung. Oftmals liest man von Verkostern, dass der Geschmack sich sehr an irische Whiskys orientieren würde. Insofern überraschend, denn viele japanische Whiskys orientieren sich an schottische Vertreter. Wer also mit Tullamore Dew oder Jameson vertraut ist, der wird beim Toki gewisse Parallelen entdecken. Am Ende ist der Toki dann aber doch eigenständig genug, um sich geschmacklich abzusetzen. Auffallend ist besonders die sehr helle Farbe, die ein Indikator dafür sein könnte, dass man hier auf eine nachträgliche Färbung verzichtet hat. Leider macht Suntory auf der Flasche keine Anmerkung, ob hier Zuckerkulör verwendet wurde. Dennoch wirkt selbst die helle Farbe recht ansprechend im Glas. Ölig ist der Toki nicht, dafür aber im Geruch nicht zu unterschätzen. Hier macht sich zwar die Eiche schnell bemerkbar, aber im Anschluss kommen reife Früchte und Honig zur Geltung. Im Mund entwickelt sich das ganze Gebilde an Aromen zu einem sehr milden Genuss, jedoch nicht zu einem verwässertem Erlebnis. Danken kann man hierfür dem Master Blender, der sich entschieden hat, den Toki mit 43% statt der eher üblichen 40% zu versehen. Die zusätzlichen 3% verleihen diesem Blend den nötigen Punch. Im Abgang dominieren die Eiche und die reifen Früchte. Der Abgang macht sich hier auch wesentlich länger als erwartet breit und kommt nicht nur zu einem kurzen Gastspiel zu besuch.
Überraschend mild aber nicht verwässert, orientiert sich der Toki an irische Whiskys mit einem japanischen Twist. Besonders in der Sommerzeit ein sehr angenehmer Whisky. Für den einen oder anderen Highball werde ich ihn sicherlich nochmal ausprobieren, denn hier verspricht der Hersteller ebenfalls ein besonderes Geschmackserlebnis. Preislich und geschmacklich ist der Suntory Toki eine erfreuliche Überraschung, die ich mir sicherlich nochmal in die Bar holen werde.
Wertung: 61 von 75 Punkte
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Kategorien
1-15 Punkte: Industrie-Fusel
16-28 Punkte: Keine Empfehlung
29-39 Punkte: Trinkbar
40-49 Punkte: Solide
50-60 Punkte: Klare Empfehlung
61-68 Punkte: Premium Whisky
69-75 Punkte: Weltklasse
Freitag, 10. August 2018
Im Test: Knob Creek
Knob Creek
Herkunft: USA
Alter: Keine Angabe (ehemals 9 Jahre)
Alkoholvolumen: 50%
Eigentümer: Beam-Suntory
Gattung: Kentucky Straight Bourbon Whiskey
Preis: Circa 30 Euro
Geschmack: Kräftiger Bourbon, warmer Abgang, rustikale Noten, Gewürze, Früchte
Eingeführt von Jim Beam Master Distiller Booker Noe im Jahr 1992, fristete der Knob Creek über viele Jahre ein Dasein in einer Nische. Als einer der ersten Small Batch Bourbons überhaupt (Whiskys, die in geringeren Mengen produziert und abgefüllt werden), war er fast ausschließlich unter Kennern ein Begriff. Über 20 Jahre später ist der Knob Creek nicht nur seiner Nische entkommen, er wurde sogar so populär, dass Beam allmählich die Bestände ausgingen. Schweren Herzens trennte man sich 2016 (in den USA) von der Altersangabe auf der Flasche (einstmals 9 Jahre Reifung) und ersetzte diese durch den Schriftzug "Patiently Aged". Diese Änderung spaltete die Fronten. Viele Fans des Bourbon plädieren sogar darauf, dass der Geschmack sich sehr verändert hätte. Das Sortiment des Knob Creek hat sich jedoch auch über die Jahre erweitert, neben einem ebenso relativ beliebten Rye Whiskey gibt gibt es noch weitere Sonderabfüllungen, die sogar wieder ein Alter tragen. Der original Knob Creek kann eine Altersangabe nun nicht mehr gewährleisten, laut Sprechern von Beam (zu denen auch Master Distiller Fred Noe zählt) soll der Geschmack darunter aber nicht gelitten haben. Die verwendeten Abfüllungen sollen sehr nah an der ursprünglichen 9 jährigen Reifung herankommen.
Ich selbst trinke den Knob Creek nun seit 2015. Zu dieser Zeit hatte sich die Altersangabe in Europa bereits verabschiedet. Wie bei vielen Produkten von Beam, die nach Europa exportiert werden, gab es für europäische Fans oftmals bereits kleinere Einschnitte (ein prominentes Beispiel ist hier der ausgezeichnete Jim Beam Black). Ich kann daher nicht beurteilen, wie der Knob Creek noch mit Altersangabe schmeckte. Was mir Beam-Suntory jetzt allerdings hier vorsetzt ist aber auch etwas, was ich nie von der Bettkante stoßen würde (in dem Fall natürlich vom Tisch). In letzter Zeit mauserte er sich sogar zu einem meiner liebsten Bourbons, der immer einen Platz in meiner Bar hat. Der Knob Creek ist ein Geschmackserlebnis an verschiedensten Aromen. Er ist kräftig, besitzt alle Vorzüge eines Bourbons und ist auf seine art mild wie ein europäischer Vertreter. Bei rund 50% Alkoholvolumen ein gekonnter Spagat, den man erst einmal so hinbekommen muss.
Der Knob Creek sollte grundsätzlich unverdünnt getrunken werden. Aufgrund seines intensiven Geschmacks ist es durchaus ein Bourbon, der polarisiert. Doch dieser Aspekt macht ihn eher noch interessanter. Über viele Jahre haftete Bourbon Whiskeys der Ruf der "Maissuppe" an. Was man jedoch aus einem Bourbon machen kann, wird hier beinahe kunstvoll zur Schau gestellt. Der hohe Alkoholgehalt hinterlässt ein angenehmes prickeln auf Zunge und Zahnfleisch. Im Mund breitet sich ein weicher, ausbalancierter Körper aus, der in einen kräftigen Abgang übergeht und den unterkühlten Magen in der kalten Jahreszeit sicherlich einmal komplett aufheizt. Was bleibt ist ein langer Abgang mit einer süße von exotischen Früchten. Jedoch ist das Aroma glücklicherweise nicht so intensiv, dass der Geschmack den Gaumen betäubt und man somit am Abend nichts anderes mehr schmeckt.
Der Wegfall der Altersangabe ist durchaus ein Verlust, da so ein schöner Bourbon nämlich ein Alter verdient hat. Die Fans des Knob Creek werden es wohl irgendwie verschmerzen. Seinen guten Ruf trägt er sicherlich nicht zu unrecht, auch, wenn sich an diesem Small Batch Bourbon wohl weiterhin die Geschmäcker scheiden werden. Mein Gaumen wurde hier allerdings mit Amors Pfeil getroffen. Es war Liebe auf den Ersten Blick, die bis heute nichts von ihrem Feuer einbüßen musste.
Wertung: 68 von 75 Punkte
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Kategorien
1-15 Punkte: Industrie-Fusel
16-28 Punkte: Keine Empfehlung
29-39 Punkte: Trinkbar
40-49 Punkte: Solide
50-60 Punkte: Klare Empfehlung
61-68 Punkte: Premium Whisky
69-75 Punkte: Weltklasse
Donnerstag, 9. August 2018
Im Test: Nikka from the Barrel Whisky
Nikka from the Barrel Whisky
Herkunft: Japan
Alter: Keine Angabe
Alkoholvolumen: 51% Alkoholvolumen
Eigentümer: Nikka
Gattung: Blended Whisky
Preis: Circa 35 Euro bei 0,5 Liter
Geschmack: Kräftiger Geschmack, weicher Körper, zahlreiche fruchtige Aromen wie Zitrusfrüchte und Wildkirsche, langer Abgang mit viel Charakter, wenig Eiche
Man könnte eigentlich sagen, alles, was man aus einem Whisky ohne Altersangabe rausholen kann, befindet sich in dieser kleinen Flasche. Der From the Barrel Whisky von Nikka ist ein herausragender Vertreter der japanischen Kunst, Whisky zu brennen. Der verhältnismäßig kleine Konzern Nikka besitzt Brennereien in Miyagikyo und Yoichi. International gehört ihnen noch die Ben Nevis Brennerei in Schottland. Somit ist Nikka bis heute auch noch unabhängig und nicht von heimischen Branchenriesen wie Suntory übernommen. Vermutlich ganz im Sinne des großartigen Gründers Masataka Taketsuru (1894-1979). Taketsuru war Sohn eines traditionellen Sake-Brauers und sollte diesen eigentlich beerben. Eine Reise nach Schottland, zur Heimat des Whisky, sollte seine Weltsicht gegenüber alkoholischen Getränke jedoch für immer verändern.
Die Whiskys, die Nikka produziert, erinnern geschmacklich tatsächlich an schottische Vertreter. Heißt, hier wird auch ein wenig mit Rauch gearbeitet. Aber in keinster weise ist dies vergleichbar mit Vertretern wie Laphroaig oder Highland Park. Bei den Whiskys von Nikka entsteht immer eine harmonische Kreation, die so ziemlich jeden Fan von ausbalancierten Whiskys, wo kein Aroma zu dominant ist, überzeugen dürfte. Besonders bekannt wurde Nikka durch das relativ seltene Coffey Still Veffahren.
Daraus entstanden sind auch zwei sehr beliebter Whiskys aus ihrem Sortiment, der Nikka Coffey Malt und der Nikka Coffey Grain. Auch wenn man es bereits an der Schreibweise erkennen sollte, das Verfahren hat nichts mit dem koffeinhaltigem Heißgetränk zu tun.
Bei Nikka veröffentlicht man etwas mehr Produkte ohne Altersangabe als mit. Preislich gesehen ist Nikka aber durchaus unter dem Sortiment von Suntorys Brennereien anzusiedeln. Ausgerechnet der From the Barrel Whisky gehört aber zu den etwas teureren Vertretern, da wir es hier nämlich nur mit einer 0,5 Liter Abfüllung zu tun haben. Wenn man nicht unbedingt mehrere Flaschen auf Vorrat hat, sollte man etwas sparsam mit dem feinen Getränk umgehen.
Der From the Barrel Whisky schlägt mit satten 51% Alkoholvolumen zu buche. Da sollte man eigentlich meinen, man müsse den Whisky vor dem Verzehr vielleicht etwas mit Wasser verdünnen oder Eis kühlen, um die Aromen vom Alkohol freizusetzen. Ich kann nur empfehlen, es zu lassen und diesen leckeren Blend pur zu genießen. Denn das hat er verdient. Der starke Alkoholgehalt hält die Aromen im Gleichgewicht, überdeckt sie aber nicht. Eine Kunst, die bei einem so hohen Anteil an Alkohol alles andere als selbstverständlich ist. Und dennoch schmeckt der From the Barrel Whisky wesentlich milder und eleganter, als man es bei dieser Angabe vermutet. Der weiche Körper wickelt den Gaumen förmlich in Samt ein. Es breiten sich feine Aromen von exotischen Früchten im Mund aus. Der Abgang ist langanhaltend und warm und setzt ein herrliches Aroma frei.
Preislich gesehen könnte die Abfüllung ruhig 5 Euro günstiger sein, allerdings ist der From the Barrel Whisky Online relativ häufig in Angeboten zu finden. Ein Manko ist der Schraubverschluss, der etwas stabiler sein könnte. Normalerweise liefert Nikka sehr robuste Schraubverschlüsse, bei denen man nicht fürchten muss, dass sie sich verbiegen. Auch optisch wirkt dieser gegen die schicke Flasche, die an ein Aftershave-Flacon erinnert, relativ unattraktiv. Ein Manko, welches aber, und da bin ich mir ganz sicher, der großartige Geschmack ausbügelt. Ganz klare Empfehlung: Nicht nur Fans von japanischen Whiskys sollten den Nikka From the Barrel Whisky unbedingt mal probieren.
Wertung: 67 von 75 Punkte
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Kategorien
1-15 Punkte: Industrie-Fusel
16-28 Punkte: Keine Empfehlung
29-39 Punkte: Trinkbar
40-49 Punkte: Solide
50-60 Punkte: Klare Empfehlung
61-68 Punkte: Premium Whisky
69-75 Punkte: Weltklasse
Montag, 6. August 2018
Im Test: Bulleit Frontier Whiskey
Bulleit Frontier Whiskey
Herkunft: USA
Alter: Keine Angabe
Alkoholvolumen: 45%
Eigentümer: Diageo
Gattung: Kentucky Straight Bourbon Whiskey
Preis: Circa 20-22 Euro
Geschmack: Kräftiger Geschmack, langer Abgang, Vanille, süße Orange, ausbalanciert, Gewürze
Dieses kleine Kunstwerk hat besonders in den letzten Jahren ordentlich an Popularität zugelegt. Den Bulleit Frontier Whiskey gibt es zusätzlich auch nochmal als Small Batch Rye Whiskey Variante, wozu es einen separaten Test demnächst geben wird. Neben diesen Abfüllungen ohne Altersangabe ist auch noch in einem ebenfalls fairen Preissegment eine Variante mit einer Reifung von 10 Jahren erhältlich.
Häufig ist der Bulleit Bourbon für unter den vom Hersteller angegebenen rund 22,99 Euro erhältlich. Ab und an bekommt man ihn sogar im Angebot für 17-18 Euro. Damit liegt er preislich ungefähr auf Augenhöhe mit dem Jack Daniel's Old No. 7. Geschmacklich liegen hier jedoch Welten dazwischen. Der Bulleit Bourbon ist ein charaktervoller, kräftiger Bourbon mit 45% Alkoholvolumen, die für den richtigen Twist sorgen. Nicht zu stark aber auch nicht zu mild im Geschmack, überzeugt dieser Kentucky Straight Bourbon vor allem durch eine Facette an verschiedenen Aromen. Die Eiche ist nie zu dominant und lässt auch noch süßliche Zitrusfrüchte und verschiedene Gewürze zum Vorschein kommen. Hier passt einfach alles wundervoll zueinander. Die typische Bourbon Klebstoffnote findet man ebenfalls nicht, was einige Bourbon-Allergiker vielleicht sogar erfreuen dürfte. Die stilvolle Flasche ist auch optisch ein Hingucker.
Empfehlen würde ich den Bulleit Bourbon unverdünnt und pur. Eignet sich aber auch für einen Old Fashioned oder einen japanischen Highball (ein kleiner Geheimtipp von mir: Highball Glas mit Eis auffüllen, 3 cl Bulleit hinzugeben, mit prickelndem Mineralwasser auffüllen und leicht verrühren, etwas stehen lassen und eine Scheibe Zitrone hinzugeben). Viel muss ich hier nicht mehr erzählen. In dieser Preisklasse überzeugt der Bulleit Frontier Whiskey weit über seinen Preis hinaus. Eine Altersangabe darf man hier selbstverständlich nicht erwarten, aber die ist in diesem Falle auch gar nicht nötig. Ein schöner Bourbon.
Wertung: 61 von 75 Punkte
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Kategorien
1-15 Punkte: Industrie-Fusel
16-28 Punkte: Keine Empfehlung
29-39 Punkte: Trinkbar
40-49 Punkte: Solide
50-60 Punkte: Klare Empfehlung
61-68 Punkte: Premium Whisky
69-75 Punkte: Weltklasse
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