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Montag, 22. Oktober 2018

Jameson Black Barrel Irish Whiskey



Jameson Black Barrel
Herkunft: Irland
Alter: Keine Angabe
Alkoholvolumen: 40%
Eigentümer: Pernod-Ricard
Gattung: Blended Irish Whiskey
Preis: Circa 30 Euro bei 0,7 Liter
Geschmack: Vanille, Honig, Eiche, Sherrynoten, Früchte



Der Jameson Black Barrel hat ein kleines Re-Branding hinter sich. Einst mit grüner Flasche als Select Reserve Black Barrel beworben, verkauft man ihn nun in einer durchsichtigen Flasche und trennte sich vom Select Reserve als Schriftzug, obwohl er von Jameson oftmals noch so betitelt wird.
Ich selbst bin kein großer Fan des Original Jameson, der wohl bekannteste Irish-Whiskey weltweit, den sogar die Amerikaner sehr gerne trinken. Ein wenig zu eigenwillig ist mir der Geschmack und ehrlich gesagt ist er mich auch ein wenig zu wässrig.

Von einem in massen abgefüllten Flaggschiff wie dem Jameson sollte man dann am Ende aber auch keine Wunder erwarten. Der Black Barrel kostet einfach mal die Hälfte des Preises vom Original mehr und wird von der Brennerei selbst als Premium-Produkt beworben. Bei diesem Blend werden mehrere exklusive Whiskeys verwendet. Darunter ein Small Batch Grain Whiskey, der, laut Verpackung, nur für den Black Barrel benutzt wird. Das besondere bei der Herstellung sind jedoch die Fässer, die für diesen Blend ohne Altersangabe ausgewählt werden. Der Inhalt wird sowohl in amerikanischer Eiche, in Sherryfässern als auch in ausgebrannten Bourbonfässern gelagert. Eine interessante Mischung, oder?

Um ehrlich zu sein, ich fand den Black Barrel überraschend öde. Geschmacklich unterscheidet er sich nicht einmal so sehr von dem von mir getesteten Glenmorangie Original. Natürlich kommt der Black Barrel mit einem irischen Touch daher. Was mir beim schottischen Glenmorangie jedoch gut gefällt, kommt beim irischen Black Barrel von Jameson nicht wirklich zur Geltung. Er ist angenehm mild und auch aromatisch, aber irgendwas fehlt einfach. Vielleicht sind es dann doch auch die großspurigen Werbeaussagen, die etwas mehr versprechen, als er bietet. Selbstverständlich ist der Black Barrel ein großes Update zum Original Jameson und per se auch ein anständiger irischer Whiskey, aber es fehlt dann doch das gewisse "Etwas", um aus der Masse hervorzustechen. Es ist dann doch vermutlich die Mischung aus Irish Pot Still Whiskeys und Grain Whiskeys, die mir nicht so recht zusagen will.

Ansonsten ist es relativ schwer, den Black Barrel zu bewerten. Das Finish, was noch einmal die verschiedenen Fässer zur Geltung kommen lässt und die frischen Früchten betonte, sagte mir zu. Jedoch habe ich dann doch genug andere Vertreter getrunken, die sich in den entscheidenden Punkten mehr durchsetzen konnten oder irgendwas geboten haben, was man bei anderen Whiskys/Whiskeys nicht findet. So kommt der Black Barrel bei mir vielleicht etwas schwächer weg, als er eigentlich ist. Aber komplett überzeugt hat er mich halt auch nicht, weswegen es nicht zu einer stärkeren Punktzahl am Ende reicht. Wer ihn probieren möchte, sollte vielleicht erst einmal Angebote abwarten.



Wertung: 48 von 75 Punkte
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Kategorien

1-15 Punkte: Industrie-Fusel
16-28 Punkte: Keine Empfehlung
29-39 Punkte: Trinkbar
40-49 Punkte: Solide
50-60 Punkte: Klare Empfehlung
61-68 Punkte: Premium Whisky
69-75 Punkte: Weltklasse

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Im Test: Suntory Hibiki Harmony Master's Select




Suntory Hibiki Harmony Master's Select
Herkunft: Japan
Alter: Keine Angabe
Alkoholvolumen: 43%
Eigentümer: Suntory
Gattung: Blended Whisky
Preis: Circa 70-80 Euro bei 0,7 Liter
Geschmack: Kandierte Früchte, Sherrynoten, Orange, Eiche, Feiner Rauch



Den Suntory Hibiki gibt es in verschiedensten Abfüllungen. Mit einem Alter versehen zahlt man hier locker Beträge im dreistelligen Bereich. Durch die derzeit schwere Verfügbarkeit schießen hier die Preise natürlich utopisch in die Höhe. Der erschwinglichste Vertreter wäre hier der sehr leckere Suntory Hibiki - Japanese Harmony, den man auch im Einzelhandel oftmals für 60-65 Euro antrifft. Wohlgemerkt, hier gibt der Hersteller keine Altersangabe an.

Der Hibiki Master's Select hingegen, ebenfalls ohne Altersangabe, dürfte weitaus schwieriger zu bekommen sein. Zwar wurde diese Abfüllung als limitiert und exklusiv für den Travel Retail Markt (Duty Free Shops) entworfen, es scheint jedoch immer mal wieder eine Abfüllung aufzutauchen. Auch außerhalb der besagten Duty Free Shops können einige Fachhändler ab und an mal ein paar Flaschen ergattern. Von der Herstellung, aber auch geschmacklich ist der Master's Select ein eindeutiges Upgrade zum Hibiki Harmony ohne Altersangabe. Der große Unterschied hier ist eine zusätzlich dreimonatige Reifung in Sherry-Fässern der Brennerei Yamazaki. Wie für diesen Blend bekannt befinden sich hier ausgewählte Malts aus den Suntory-Brennereien Yamazaki, Hakushu und Chita.

Was Suntory hier präsentiert ist ein großartiger Blend, der nur knapp an der Höchstwertung vorbeischlittert. Auch ohne Altersangabe beweist dieser Hibiki einmal mehr, was in ihm steckt. Bereits beim riechen des edlen Korkens (wie beim Hibiki üblich erinnert die Flasche an ein Parfüm-Flakon) machen sich herrliche Gerüche breit. Es ist beinahe wirklich so, als nehme man die Düfte eines edlen Parfüms auf. Natürlich haben wir es hier immer noch mit einem Whisky zu tun, der kein bisschen parfümiert ist, um sein Aroma künstlich zu erweitern. Der Master's Select ist vom Geschmack her ein Schotte mit einem typisch japanischen Touch. Da der Master-Blender in Japans Destillen einen ungemein hohen Status besitzt, ist es am Ende auch die Kunst des Blendings, die diesem Whisky seinen einzigartigen Touch verleiht.

Erst, nachdem der Whisky schon eine weile geöffnet ist, macht sich ein feines, rauchiges Aroma breit. Dieses ist sehr elegant in dem Blend eingebettet und gibt dem Master's Select noch einmal einen zusätzlichen Kick. Im Mund breitet sich ein unglaublich weicher Körper aus, der Geschmack von kandierten Früchten, saftigen Orangen und Eiche dominiert. Das Aroma der Sherry-Fässer ist, unerwartet, nicht dominant und macht sich eher bei dem trockenen Finish bemerkbar. Der Abgang ist langanhaltend und wärmt. Obwohl der Whisky nur 43% Alkoholvolumen aufweist, fehlt es ihm nicht am nötigen Punch. Dieser Punch ist hier aber wesentlich ausgeglichener als beim Hibiki Harmony, den ich dafür ein wenig kritisiert und zusätzlich ein Stück Eis für den Genuss empfohlen habe. Beim Master's Select ist dies nicht nötig, man kann ihn wunderbar pur genießen.

Der Hibiki Master's Select gewinnt noch einmal an geschmacklichen Nuancen, wenn er eine weile geöffnet ist. Auch hier ist der ungemein hohe Preispunkt wohl ein Grund zur Debatte, aber wenn man ihn einmal probiert, wird man den gezahlten Preis nicht bereuen. Hinzukommt, diese Abfüllung ist durchaus seltener und schwerer zu bekommen als der normale Hibiki Harmony. Somit eignet sich der Master's Select von Suntory auch ausgezeichnet als schönes Geschenk.



Wertung: 67 von 75 Punkte
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Kategorien

1-15 Punkte: Industrie-Fusel
16-28 Punkte: Keine Empfehlung
29-39 Punkte: Trinkbar
40-49 Punkte: Solide
50-60 Punkte: Klare Empfehlung
61-68 Punkte: Premium Whisky
69-75 Punkte: Weltklasse